Volkshochschule

Vhs1.gif (2023 Byte)
Vhs2.gif (321 Byte)
Ansprechpartner:    Carmen Leyrer
Hinterer Hettenberg 6
Telefon: 07261/ 63263

Die Volkshochschule Sinsheim e.V. wurde im Jahr 1949 als "Volksbildungswerk für den Landkreis Sinsheim" gegründet und feiert im Oktober 1999 ihr 50jähriges Bestehen. Bereits im ersten Arbeitsplan 1950/51 waren 53 Gemeinden verzeichnet, wodurch dem Wunsch nach einem "flächendeckenden Weiterbildungsangebot" Rechnung getragen wurde. 1971 in "Volkshochschule für den Landkreis Sinsheim e.V." umbenannt, hatte die Kreisreform wesentliche Auswirkungen auf die Weichenstellung für die kommenden Jahre.

Während im Jahre 1970 52 Kurse und 435 Teilnehmer zu verzeichnen waren, konnten ab 1972 über 150 Kurse mit mehr als 2000 Teilnehmern registriert werden. Dieser Aufschwung wurde allerdings erschwert durch die Tatsache, daß im Zuge der Kreisreform der Rhein-Neckar-Kreis darauf bestand, daß die den Landkreisen Heilbronn und Karlsruhe zugeordneten Gemeinden mit den wichtigsten Orten Bad Rappenau und Eppingen aus der VHS ausschieden. Dies waren immerhin 23 Gemeinden bzw. Orts- und Stadtteile. Leider zogen sich auch einige Gemeinden des Elsenztals zurück, teilweise auch aus Sorge um den Verlust der kommunalen Selbständigkeit in einer Zeit des Ringens zwischen Eingliederungsvereinbarung und Bewahrung der Eigenständigkeit.

Nachdem 1976 die Umbenennung in Volkshochschule Sinsheim e.V. erfolgt war, zog sich der Kreis immer mehr aus der Unterstützung der VHS zurück und stellte im Jahr 1994 die Bezuschussung vollkommen ein. Träger der Volkshochschule Sinsheim sind heute neben der Stadt Sinsheim die umliegenden Gemeinden Angelbachtal, Epfenbach, Eschelbronn, Helmstadt-Bargen, Neckarbischofsheim, Neidenstein, Reichartshausen, Waibstadt und Zuzenhausen.

1976 wurde die der VHS angegliederte Kreis-Hauptbibliothek durch die Stadt Sinsheim übernommen und fand in der Stadthalle eine neue Bleibe. Die 1970 ursprünglich als "Kreismusikschule Kraichgau" gegründete Musikschulabteilung wurde im Jahr 1992 in Hinblick auf die beabsichtigte Gründung einer Städtischen Musikschule Sinsheim aufgelöst.

Heute kann die Volkshochschule Sinsheim e.V. eine Leistungsbilanz vorweisen wie nie zuvor. Im Jahre 1998 wurden insgesamt 12.559 Unterrichtsstunden (1 UE = 45 Min.) durchgeführt. Bei 651 Kursveranstaltungen und 184 Einzelveranstaltungen waren weit über 15.000 Teilnehmer (Kurse: 6.662; Einzelveranstaltungen: 10.367) zu verzeichnen. Mit 40% nimmt der Sprachenbereich die Führungsposition bei der Anzahl der UE‘s ein, gefolgt vom Gesundheitsbereich mit 32% und der beruflichen Bildung mit 12%. Bedingt durch die Zentralfunktion Sinsheims finden ca. 3/4 aller Kurse in Sinsheim und den Stadtteilen statt. Neben dem größten Weiterbildungsangebot der Region versucht die Volkshochschule aber auch verstärkt, kulturelle Nischen zu schließen durch Veranstaltungen wie z.B. englischsprachiges Theater, Chansonabende, Podiumsdiskussionen, Autorenlesungen, Forum Zukunft u.a.m.

Gerade in der jetzigen schwierigen Wirtschaftslage wird die Forderung des "lebenslangen Lernens" immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hierbei kann die Volkshochschule sowohl für die Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in Deutschland und Europa als auch bei der von vielen geforderten Qualifizierungsoffensive einen wertvollen Beitrag leisten.

Bis 1959 wurde Steinsfurt von der Außenstelle Sinsheim des Volksbildungswerkers (später VHS) mitbetreut. Danach waren die örtlichen Außenstellenleiter für das Programmangebot verantwortlich. Bürgermeister Otto Keitel, Oberlehrer Friedrich Glitsch, Erich Frank, Eugen Seel und Alfred Krambs-Hügel hatten sich in den Jahren von 1959 bis 1988 bereit erklärt, dieses Ehrenamt zu übernehmen. Seit 1988 ist Carmen Leyrer Außenstellenleiterin in Steinsfurt. Die Kurse finden überwiegend in den Räumen der Grund- und Hauptschule statt, das Spektrum reicht von Sprachkursen, Kochkursen, Kreativangeboten, Entspannungs- und Fitnesskursen bis zum Schwimmkurs für Kinder oder der Herz-Kreislauf-Gymnastik.